Gewalt hat viele Gesichter. Zivilcourage noch mehr.

Häusliche Gewalt ist oft unsichtbar – umso wichtiger ist es, das Thema in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und Zivilcourage zu stärken. Das kostenlose „Aktionspaket Zivilcourage“ unterstützt Sie mit Vorlagen und Aktionsmaterialien dabei, die Menschen in Ihrer Gemeinde oder Ihrem Verein zu sensibilisieren.
Symbolbild für Gemeinschaft und Zivilcourage: Eine Kette aus ausgeschnittenen Papierfiguren, die sich an den Händen halten. Ausdruck für Zusammenhalt, Engagement und gemeinsames Handeln gegen häusliche Gewalt.

Aktionspaket Zivilcourage

Das Land Niederösterreich setzt mit dem erarbeiteten Aktionspaket ein umfassendes Zeichen gegen häusliche Gewalt an Frauen und unterstützt öffentliche Einrichtungen bei ihrer Präventionsarbeit. Das Paket enthält Informationsmaterialien, Vorlagen sowie praktische Tipps für die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen und lokalen Aktionen. Ergänzen Sie Ihr Engagement mit den passenden Hilfsangeboten und beziehen Sie lokale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ein. So können Sie gezielt Personen sensibilisieren und die Zivilcourage in der Gesellschaft stärken.

Downloadbereich

1. Sensibilisierung & Zivilcourage

Ein entscheidender Schritt für die Wirksamkeit der Präventionsarbeit ist es, dem Thema häusliche Gewalt sichtbare Präsenz zu verleihen. Diese Vorlagen unterstützen dabei, sich öffentlich zu positionieren und ein klares Zeichen für den aktiven Einsatz gegen häusliche Gewalt an Frauen zu setzen.

Informations- & Aktionsmaterial

Wenn Sie eine Fahne oder Sticker für Ihre Gemeinde anfordern möchten, senden Sie bitte eine Anfrage an post.f3@noel.gv.at.
Ein Kontingent an Materialien zur unmittelbaren Aussendung steht bereit.

2. Organisation von Veranstaltungen

Machen Sie das Thema häusliche Gewalt spürbar und nahbar, indem Sie Informations- und Diskussionsveranstaltungen organisieren. Nutzen Sie die Materialien für die Planung, Einladung und Durchführung. Fragen Sie gerne Vortragende aus der Liste niederösterreichischer Fachpersonen für Ihre Veranstaltung an.

Materialien für Veranstaltungen

3. Video „Gewalt hat viele Gesichter. Zivilcourage noch mehr.“

Sie können das gesamte Video oder einzelne Ausschnitte herunterladen und für Ihre digitale Präsenz sowie in sozialen Medien nutzen. Teilen Sie das Videomaterial auch mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Ihrer Gemeinde, Vereine und andere Interessierte um die Botschaft weiter zu verbreiten.

Transkript des Videos:
»Gewalt hat viele Gesichter. Zivilcourage noch mehr.«

Volle Version des Videos
Dauer: 9 Minuten, 40 Sekunden

Hinweis: Das Video behandelt Themen wie häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Gewalt gegen Kinder und Schutzmaßnahmen. Die folgende Medienalternative verbindet den gesprochenen beziehungsweise untertitelten Inhalt mit wichtigen visuellen Informationen. Im Laufe des Videos werden abwechselnd verschiedene Personen gezeigt, die direkt in die Kamera sprechen.

00:00–00:07
Bild: In der Mitte des Bildes wird das Kampagnenlogo „Gewalt erkennen und reagieren“ eingeblendet. Das Logo besteht aus drei orangefarbenen, sich überschneidenden Kreisen. In jedem Kreis ist jeweils ein Schritt der internationalen Hilfezeichen-Geste dargestellt. Unter dem Logo steht die Überschrift: „Gewalt hat viele Gesichter …“.

00:07–00:10
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift: „Was ist häusliche Gewalt?“
Mehrere Sprecherinnen und Sprecher werden nacheinander gezeigt, die in die Kamera sprechen und sich zum Thema äußern.

00:10–01:34
Bild: Eine Person steht vor demselben hellen Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Häusliche Gewalt ist ein sehr komplexes Thema. Es betrifft Personen, die in Beziehung stehen.
Unter häuslicher Gewalt versteht man die Gewalt an Frauen durch ihren Partner, Ex-Partner, Ehemann oder Ex-Ehemann.Gewalt bedeutet, ein Machtverhältnis auszunutzen und jemand anderen zu bedrohen, niederzumachen, auf körperlicher Ebene oder auch auf psychischer Ebene.
Häusliche Gewalt beginnt schon dort, wo ich der Partnerin alles Positive abspreche und egal, was sie tut, es nur als schlecht sehe. Und beginnt nicht mit Schlägen, sondern beginnt mit Worten wie Erniedrigungen und Demütigungen. Mit den Kindern oder mit dem Entzug der Kinder bedrohen. Mit Selbstmord oder mit Mord von der Frau und den Kindern drohen. Aber auch auf der sexuellen Ebene passiert extrem viel Gewalt: Durch Berührungen, durch das Anschauen von pornographischem Material, das Frauen ansehen müssen, aber auch durch die Vergewaltigung. Bei der häuslichen Gewalt gehen Täter systematisch vor: Sie versuchen die Dominanz und die Kontrolle über die Frau zu sichern. Dominanz wird oft dadurch ausgeübt, dass der Mann die alleinige Kontrolle über die Finanzen aufrechterhält. Das bedeutet, dass Frauen, die von Gewalt betroffen sind, in ihrem Selbstwert und ihren Grenzen verletzt werden. Ihre Wahrnehmung verändert sich von dem, was richtig und was falsch ist, und das macht es für Frauen oft so schwierig, die Gewalt als solche zu benennen.“

01:35–01:37
Bild: Überblendung auf hellen, beigefarbener Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift: „Was sind Hinweise auf häusliche Gewalt?“
Mehrere Sprecherinnen und Sprecher werden nacheinander gezeigt.

01:38–2:15
Text:
„Hinweise auf häusliche Gewalt können sein: einerseits die sichtbaren Verletzungen zum Beispiel, aber es beginnt darin, dass sich Personen aus dem Freundeskreis zum Beispiel zurückziehen, also Isolation. Eine Frau, die immer wieder mit ähnlichen Beschwerden in die Ambulanz kommt, für die es keine eindeutige medizinische Ursache gibt. Eine Frau, die immer in Begleitung ihres Partners kommt, der die Frau nie alleine lässt. Eine Frau mit mehreren Verletzungen, die sich in unterschiedlichen Abheilungsphasen befinden. Eine Frau, die emotional und finanziell von ihrem Partner abhängig ist.“

02:16–02:18
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift: „Wer sind AnsprechpartnerInnen?“

02:18–02:22
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Orange: „Frauen- & Mädchenberatung“

02:23–03:05
Bild: Mehrere Sprecherinnen und Sprecher werden nacheinander gezeigt. Sie stehen vor einem orangefarbenen Hintergrund.
Text: „Frauen und Mädchenberatungsstellen bieten Frauen in allen Lebenslagen Beratung und Unterstützung – so auch Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Nicht nur in der Akutphase stehen wir zur Verfügung, sondern auch danach, wenn es darum geht, ein selbstbestimmtes Leben wiederaufzubauen. Wir bieten als Frauen- und Mädchen-Beratungsstellen psychosoziale Beratung und juristische Information. Die kostenlose Beratung ist auch anonym, und die Beraterinnen unterliegen einer Verschwiegenheitspflicht. Das bedeutet, dass alles, was die Frauen den Beraterinnen erzählen, bei ihnen bleibt und nicht nach außen dringt. Die Beratungen können persönlich, telefonisch oder auch per Videotelefonie durchgeführt werden.“

03:06–03:09
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Orange: „Frauenhaus“

03:10–03:56
Bild: Eine Frau steht vor einem orangen Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Frauenhäuser bieten Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind, Unterkunft, Schutz, Sicherheit, Beratung, Betreuung und Begleitung in ein neues, gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben. Während des Aufenthaltes im Frauenhaus werden die Frauen zu allen rechtlichen, sozialen, Erziehungs- oder auch sonstigen Fragen beraten. Sie werden auch zu Terminen begleitet, wenn sie das möchten. Frauen können auch telefonische oder ambulante Beratung kostenlos und anonym in Anspruch nehmen. Alles, was besprochen wird, wird von den Mitarbeiterinnen streng vertraulich behandelt. Frauen entscheiden selbst, welchen Schritt sie als Nächstes tun.“

03:57–04:49
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Grün: „Gesundheitswesen“

04:50–04:48
Bild: Eine Frau steht vor einem grünen Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Einrichtungen des Gesundheitswesens sind oft die erste Anlaufstelle für Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Niederösterreichischen Krankenhäuser unterstützen mit Rat, Hilfe und Unterstützung bei allen Formen von Gewalt. Sie helfen aus der akuten Gewaltsituation zu kommen und die Krisensituation zu bewältigen. Sie kümmern sich um akute Verletzungen, sie führen eine Spurensicherung durch, wenden eine Fotodokumentation an und helfen Anzeige zu erstatten, wenn die betroffene Person das möchte. Außerdem arbeiten sie eng mit externen Hilfseinrichtungen zusammen, die die Frauen später betreuen können.“

04:47–04:50
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Blau: „Polizei“

04:51–05:52
Bild: Eine Frau steht vor einem blauen Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Die Polizei kann bei Gefahr jederzeit - rund um die Uhr - um Hilfe gerufen werden. Liegt ein Fall von häuslicher Gewalt vor, so wird von den Beamtinnen und Beamten ein Betretungs- und Annäherungsverbot für die nächsten 14 Tage ausgesprochen. Das heißt, der Gefährder muss die Wohnung verlassen und die Schlüssel werden ihm abgenommen. Für die Dauer von zwei Wochen darf dieser die Wohnung nicht mehr betreten und darf sich auch der Wohnung und dem Opfer in einem Umkreis von 100 Metern nicht mehr annähern. Dies wird von der Polizei auch überprüft und im Falle einer Missachtung ist dies strafbar.
Weiters informiert die Polizei das Gewaltschutzzentrum, welches sich beim Opfer meldet und dieses berät und unterstützt. Der Täter wiederum ist verpflichtet, dass er sich bei der Beratungsstelle für Gewaltprävention meldet. Leben minderjährige Kinder im Haushalt, so wird die Kinder- und Jugendhilfe verständigt. Liegt zusätzlich eine Straftat vor, wie zum Beispiel Körperverletzung oder gefährliche Drohung, so wird Anzeige an die Staatsanwaltschaft erstattet.“

05:53–05:56
Bild: Überblendung auf hellen, beigefarbener Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Violett: „Gewaltschutzzentrum“

05:56–06:19
Bild: Eine Frau steht vor einem violetten Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Das Gewaltschutzzentrum Niederösterreich ist eine staatlich anerkannte Opferschutzeinrichtung und wird tätig, wenn es zum polizeilichen Betretungs- und Annäherungsverbot kommt. Die Mitarbeiterinnen nehmen proaktiv Kontakt mit betroffenen Personen auf und bieten psychosoziale und rechtliche Beratung. In weiterer Folge bietet das Gewaltschutzzentrum auch juristische und psychosoziale Prozessbegleitung.“

06:20–06:23
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Rosa: „Kinder- & Jugendhilfe“

06:24-07:40
Bild: Eine Frau steht vor einem rosafarbenen Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Ihre Aufgabe ist es, den Schutz von Kindern sicherzustellen. Wenn Kinder in einer Familie Gewalt erleben, dann sind sie immer davon betroffen, ganz egal ob sie direkt geschlagen werden, oder ob sie miterleben, wie Menschen, die sie lieb haben, geschlagen oder gedemütigt werden. Das ist auch der Grund, warum die Polizei jedes Betretungs- und Annäherungsverbot auch der Kinder- und Jugendhilfe zur Kenntnis bringt. Aber nicht nur die Polizei, auch alle anderen können ihre Sorgen bei der Kinder- und Jugendhilfe melden. Kindergarten, Schule, Zivilgesellschaft, Familie, Freunde – alle sind aufgefordert einzuschreiten, wenn sie sich Sorgen machen. Die Kinder- und Jugendhilfe nimmt all diese Gefährdungsmeldungen sehr ernst. Wir gehen unmittelbar in die Familien und versuchen dabei zu unterstützen, ein gewaltfreies Aufwachsen von Kindern sicherzustellen. Dabei gibt es viele Angebote: Von Beratungsstellen bis hin zu intensiven Betreuungsmöglichkeiten in der Familie. Eine Fremdunterbringung ist immer erst das letzte Mittel, wenn es anders nicht möglich ist, den Schutz von Kindern sicherzustellen.“

07:41-07:44
Bild: Überblendung auf einen hellen, beigefarbenen Hintergrund.
In der Mitte steht die Überschrift in Rot: „Zivilgesellschaft“

07:45–08:08
Bild: Drei Sprecher stehen abwechselnd vor einem roten Hintergrund und sprechen direkt in die Kamera.
Text: „Wer ist die Zivilgesellschaft? Die Zivilgesellschaft sind wir alle. Und da ist es egal, woher man kommt, wie man aussieht, oder an was man glaubt - wir können alle helfen. Wenn mir was auffällt, dass es jemanden nicht so gut geht, dann habe ich Mut und frage nach und helfe ihnen, in dem ich ihnen zeig wo sie sich informieren können. Ich weiß, dass nicht jede von Gewalt betroffene Frau sofort etwas unternimmt. Wichtig ist es, dass ich es gemerkt habe. Sie kann entscheiden, ob sie sich mir anvertraut. Sie kann mit mir darüber sprechen. Meine Aufgabe ist es zuzuhören, sie ernst zu nehmen, ihr Zeit zu geben und nicht zu überfordern. Auch ich brauche beim Zuhören keine Angst zu haben. Konkrete Hilfe kommt von den SpezialistInnen. Kommt es zu Gewalt in der Familie gegen Frauen oder Kindern, sind meist Männer die Täter, und das zu über 90 %. Damit ist für mich ganz klar – wir Männer sind in der Verantwortung hier etwas zu ändern. Auch wir als Gesellschaft müssen dazu aktiv beitragen. Gewalt darf nicht als Lösung akzeptiert werden, sondern muss als No-Go gelten. Und vor allem – ganz wichtig – häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sondern geht uns alle an und wir müssen dagegen einschreiten und darauf aufmerksam machen, wo wir es mitbekommen. Denn nur, wenn Beziehungen auf Respekt basieren und auf Augenhöhe erfolgen, ist ein nachhaltiger Stopp der Gewalt möglich.“

Schlussbild
09:17–09:22
Bild: Überblendung – Eine Sprecherin steht vor hellem Hintergrund und spricht direkt in die Kamera.
Text: „Gewalt hat viele Gesichter. Zivilcourage noch mehr.“

09:23-09:34
Bild: Danach teilt sich der Bildschirm in neun gleich große Bildausschnitte. In jedem Bildausschnitt wird zeitgleich jeweils eine Person gezeigt, die das internationale Hilfszeichen Schritt für Schritt durchführt. Schritt 1: Die Personen heben die rechte Hand und zeigen bei geöffneter Hand die Handfläche in die Kamera. Schritt 2: Die Personen legen den Daumen der rechten Hand in die Handfläche. Schritt 3: Die Personen schließen die restlichen vier Finger und umschließen den Daumen bei gehobener Hand.

09:35–09:40
Zum Schluss erscheint in der Mitte des Bildes auf hellem Hintergrund das Kampagnen-Logo „Gewalt erkennen und reagieren“ sowie der Link zur Webseite www.land-noe.at/stopp-gewalt. Im unteren Bildteil erscheint der Hinweis „Im Auftrag von:“ und das Logo vom Land Niederösterreich.

Ausschnitte des Videos

Wer sind Multiplikatorinnen und Multiplikatoren?

Die Unterstützung lokaler Netzwerke ist entscheidend, um Prävention effektiv umzusetzen. In jeder Gemeinde gibt es unterschiedliche Stellen, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wirken können – Personen, die durch ihr Engagement und ihre Verbindungen in der Zivilgesellschaft einen großen Einfluss ausüben. Diese Personen können aus verschiedenen Bereichen kommen: Politik, Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Polizei, Religion, Vereine, Unternehmen, soziale Einrichtungen, Interessenvertretungen und lokale Persönlichkeiten. Überlegen Sie, welche dieser Personen in Ihrer Gemeinde gut vernetzt sind und sich für das Thema Gewaltprävention einsetzen können. Unterstützen Sie diese Personen gezielt in ihrem Engagement. So wird die Zivilcourage gestärkt und das Bewusstsein für häusliche Gewalt gefördert.

Wie ist das Aktionspaket entstanden?

Das Land Niederösterreich setzt sich seit 2019 mit dem Runden Tisch „Gewalt gegen Frauen“ für Prävention und Aufklärung ein. Gemeinden, Vereine und andere Interessierte sind eingeladen, sich klar gegen häusliche Gewalt an Frauen zu positionieren und aktiv zur Gewaltprävention beizutragen. Seit 2024 werden zahlreiche Gemeinden für ihr herausragendes Engagement ausgezeichnet. Mit dem „Aktionspaket Zivilcourage“ stellt das Land Niederösterreich umfangreiche Aktions- und Informationsmaterialien wie Fahnen, Plakate und Flyer zur Verfügung. Diese helfen, das Bewusstsein für häusliche Gewalt gegen Frauen zu schärfen, Hilfsangebote sichtbar zu machen und gezielt über das Thema aufzuklären. Im Rahmen der Regionalen Vernetzungskonferenzen hat das Land Niederösterreich die Gemeinden sowie Akteurinnen und Akteure im Bereich Gewaltprävention bei der Erarbeitung der Materialien einbezogen.

Offizielles Porträtfoto der Frauenlandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die freundlich lächelt. Im Hintergrund sind die Flaggen Niederösterrreichs und Österreichs zusehen.

Gewalt hat viele Gesichter, Zivilcourage noch mehr

Niederösterreich hat ein klares Ziel: Jede Frau soll wissen, wo sie Hilfe und Unterstützung erhält, wenn sie von Gewalt betroffen ist. Keine Frau soll sich schämen müssen, dass sie in ihrem Zuhause nicht sicher leben kann. Solidarität und Zivilcourage sind entscheidend, um betroffenen Frauen einen Ausweg zu bieten. In Niederösterreich setzen wir zahlreiche Initiativen, die Hilfe und Information für Betroffene bieten. Jede Frau, die Schutz und Unterstützung benötigt, soll diese rasch und unbürokratisch bekommen. Unser gut ausgebautes Netz an Einrichtungen bietet professionelle Hilfe. Es ist unsere Verantwortung, diese Möglichkeiten bekannt zu machen und betroffene Frauen zu ermutigen, die Hilfsangebote zu nutzen. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Um sich aus einer Gewaltbeziehung zu befreien, brauchen Frauen Mut, über die Situation zu reden und Hilfe zu suchen. Sensibilisierte Personen in der Gemeinde, aber auch in Vereinen können ihnen den Weg zu Beratungsstellen oder Frauenhäusern zeigen. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bzw. Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter genießen hohes Vertrauen und sind oft die ersten Ansprechpartner bei Problemen. Gewalt geht uns alle an und nur gemeinsam können wir gewaltbetroffene Frauen unterstützen.

Gewalt hat viele Gesichter, Zivilcourage noch mehr!

Unterschrift der Frauenlandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister
Christiane Teschl-Hofmeister
Frauenlandesrätin

Aktuelles

Gewalt darf in unserer Gemeinde keinen Platz haben
Presse
Im Rahmen der 2. Wolkersdorfer Frauenmesse, die am 7. und 8. März 2026 im Quartier Wolkersdorf stattgefunden hat, haben einige Frauen der Wir Niederösterreicherinnen – Stadtgruppe Wolkersdorf ihr Projekt zu „Gemeinsam gegen Gewalt“ vorgestellt.
Gemeindeauszeichnung an die Vertretung der Gemeinde Neulengbach.
Blau-gelbe Gemeinden für Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen ausgezeichnet
Presse
Niederösterreichs Gemeinden sind starke Partnerinnen, denn Prävention beginnt vor Ort …

Kontakt

Amt der NÖ Landesregierung,
Abteilung Familien und Generationen

Landhausplatz 1, Haus 9, 3109 St. Pölten